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Ist Schuld ein Gefühl?

Die herrschenden psychologischen ebenso wie neurobiologischen Theorien beruhen auf der Grundannahme einer psychischen Innenwelt, in der die subjektiven Erfahrungen untergebracht werden müssen, da in der vermeintlich rein physikalischen Außenwelt kein Platz für sie zu bleiben scheint. Gefühle, Stimmungen oder Atmosphären sind demnach keine Phänomene in der Welt, sondern bloße Innenzustände ... [mehr]

Thomas Fuchs
 

Emotion, Freiheit und Schuld

Sind wir Menschen nur determinierte Marionetten, die an den Schnüren unserer Neuronen und Emotionen zappeln? Implizit und explizit liegt diesem beunruhigenden Bild folgende Überlegung zugrunde: Unsere bewussten und unbewussten Entscheidungen und in weiterer Folge unsere Handlungen werden ausschließlich durch materielle Prozesse — qua neuronales System und emotionale Dynamik — determiniert ... [mehr]

Markus Peschl
 

Schuld in der partnerschaftlichen Liebesbeziehung

Schuldigwerden ist in einer Liebesbeziehung unausweichlich, denn eine Liebesbeziehung ist grundsätzlich eine spannungsvolle und schmerzliche Konfrontation, die notwendig ist, um persönliches Wachstum in der Liebe herauszufordern. Eine Liebesbeziehung ist ein Reifungsprozess, der mit Leiden an den Begrenzungen und der Unerfüllbarkeit der tiefsten Liebessehnsüchte verbunden ist ... [mehr]

 

Das so genannte Böse und die Psychotherapie

Das Böse war Gegenstand von viel beachteten Büchern von Lorenz und Fromm. Lorenz versteht die Aggression als Trieb. Seine vermeintliche Legitimation des Bösen wurde viel kritisiert. Fromm differenziert gutartige von der bösartigen Aggressivität. Die Aggressivität dient bei Tieren letztlich dem Konstruktiven, dem Leben. Dem Menschen ist es vorbehalten, scheinbar sinnlos aggressiv zu sein, also destruktiv ... [mehr]

Michael Lehofer
 

Die Freiheit und das Böse

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Bernhard Pelzl
 

Psychotherapie als Religionsersatz

Gegenwärtig befinden sich Religion und Psychotherapie in einem beiderseits ernst genommenen Diskurs: offizielle Vertreter der großen Weltreligionen bedienen sich bewusst psychotherapeutischer Techniken und Einsichten; und Vertreter psychotherapeutischer Schulen beziehen zunehmend existentielle und spirituelle Themen in ihren psychotherapeutischen Behandlungsvertrag ein ... [mehr]

Walter Pieringer
 

Gibt es das Gewissen noch?

Die großen Gewissenstäter der Geschichte erlebten das Gewissen als eine Instanz unbedingter Verpflichtung, der sie sich nicht entziehen konnten; daher waren sie bereit, um der Treue zu ihrem Gewissen willen den Verlust von Macht, Ansehen, äußeren Gütern und im äußersten Fall sogar den Tod auf sich zu nehmen. Im gegenwärtigen Sprachgebrauch und in der politischen Rhetorik spielt das Wort „Gewissen“ dagegen häufig eine andere Rolle ... [mehr]

Eberhard Schockenhoff
 

Psychotherapie des schlechten Gewissens

In der kognitiven Psychotherapie wird unterschieden zwischen „automatischen Gedanken“, „Schemata“ und „Grundannahmen“. Automatische Gedanken sind situationsspezifische vorbewusste Situations- und Handlungskommentierungen (z. B.: ich muss noch Brote schmieren, bevor wir mit den Kindern in den Zoo gehen), die sich in übergeordnete Themen (Schemata) zusammenfassen lassen (z. B.: man muss sein Geld zusammenhalten)... [mehr]

Michael Linden
 

Gibt es die Verzeihung des Unverzeihlichen?

Am Ende des 20. Jhdts. mehren sich die Rückblicke auf ein verbrecherisches und im Namen des menschlichen Menschen mörderisches Jahrhundert. Schuld ist damit zu einem ungeheuren, schwer lastenden Erbe heutiger Generationen aufgelaufen, das gänzlich neue Stellungnahmen erzwingt – gegenüber einem naiv aufklärerischen Optimismus, der sein eigenes Trugbild war und auch von daher gerade nicht unschuldig an der Katastrophe ist ... [mehr]

Hanna Barbara Gerl-Falkovitz